Als Punk in der NVA – Wehrpflicht in der DDR – 10.03. I 19 Uhr I im veto

Die Deutsche Demokratische Republik führte 1962 die allgemeine Wehrpflicht ein. Einen zivilen Ersatzdienst gab es nicht, auf Drängen der evangelischen Kirche und im Umgang mit Wehrdienstverweigerern wurde aber der Soldatendienst ohne Waffe (die sogenannten “Bausoldaten”) eingeführt.

Als antifaschistisches Gegenmodell zur BRD präsentierte sich die DDR als Friedenstaat und somit die Armee auch als Friedensmacht. Es gab keine direkten Auslandseinsätze der NVA, diese beteiligte sich jetzt jedoch an militärischer Beratung und Ausbildung befreundeter Regierungen oder Widerstandsbewegungen. Während des Prager Frühling wurde 1968 die NVA in “erhöhte Gefechtsbereitschaft” versetzt, marschierte aber wider ausdrücklicher Bereitschaft der SED nicht in Prag mit ein, um den Prager Frühling niederzuschlagen.

Der vorzeitige Einzug in den Grundwehrdienst war auch eine Disziplinarmaßnahme, um mit nichtkonformen Jugendlichen umzugehen. Wir sprechen darüber mit einem, der als Punk in der DDR aufgewachsen ist. Er vermittelt einen Überblick zur Organisation vom Wehrpflicht und Militär in der DDR und einen Einblick dazu, was dieses System für Menschen, insbesondere solche, die sich nicht konform verhalten haben, bedeutet hat.

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